Kein Schlussstrich unter was?
Ein politischer Stadtrundgang zum NSU-Komplex

Im April 2006 wurde Halit Yozgat in seinem Internetcafé an der Holländischen Straße ermordet. Er war das 9. Opfer einer bundesweiten Mordserie, die im Jahr 2000 begann und auf migrantisierte Kleinunternehmer abzielte.
Im Spätherbst 2011 offenbarte sich dann nach der Selbstenttarnung des NSU-Kerntrios, was Hinterbliebene der Opfer über Jahre vermutet hatten: Die Täter*innen agierten aus Rassismus und Hass – die blutigste rechtsterroristische Gewaltserie in Deutschland.
Anlässlich des bundesweiten Kulturfestivals „Kein Schlussstrich“ im November 2021 – 10 Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU-Kerntrios – entwickelten die Kopis für das Rahmenprogramm den Stadtrundgang Kein Schlussstrich unter was? in Kooperation mit dem Staatstheater Kassel, der grundlegend und niedrigschwellig verschiede Aspekte des NSU-Komplexes erklärt und beleuchtet – vom „Internetcafé“ bis zum „V-Mann“ – und danach fragt, wie sich fast 20 Jahre später der Umgang mit rechter Gewalt darstellt und verändert hat. In leicht veränderter Form bieten wir den Rundgang weiterhin an.
Der Rundgang richtet sich an alle ab 14 Jahren. Er kann zwischen April und Oktober angefragt werden, dauert etwa 2,5 Stunden und führt vom Halitplatz zum Rathaus.
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